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Oidtweiler Kirmes­momente

1955 — 2000

Bewegte Bilder und bewegende Bilder — bei unserer Zeitreise ist von historischen Motiven über die persönliche Emotion bis zur Actionsequenz wieder alles dabei.



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Los geht’s!

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1955

Kirmes vor 70 Jahren









Hut ab: Maikönig Peter Herresthal 



Die Maipaare im Jahr 1955 (von links): Hubert Decker und Maria Frösch, Marianne Harren und Peter Herresthal, Josefa Schroeder und Heinrich Braun

















Maipaar Maria Frösch und Hubert Decker in der Martinstraße







Parade „im Eng“



Anpacken im Anzug: Maijunge Heinrich Braun









Wirtschafts-Wunderkirmes

Ein Tisch reich gedeckt mit Sahneschnittchen und Kuchen. Im Jahr des Wirtschaftswunders boomte die Wirtschaft wie nie zuvor. Die Löhne legten kräftig zu – da durfte man sich zur Kirmes ruhig etwas gönnen. Maikönig Peter Herresthal setzte damals Marianne Harren die Krone auf. Ende der 50er-Jahre wanderten Peter Herresthal und seine Familie nach Kanada aus, wo er bis vor wenigen Jahren lebte, aber weiterhin Kontakt nach Oidtweiler hielt. Begleitet wurden die beiden von Heinrich Braun und seiner späteren Frau Josefa, geborene Schroeder. Die beiden sind übrigens die Großeltern des diesjährigen Maikönigs Jan von Ameln. Den feierlichen Rahmen der Oidtweiler Maipaare rundeten Hubert Decker und seine spätere Ehefrau Maria (geborene Frösch) ab.



Kirmeskränzchen nach dem Festzug

Klein und groß unterwegs vor der Kulisse des Junkerhofs









Schön frisiert in die Kirmestage: Maijunge Hubert Decker, Maikönig Peter Herresthal und Maijunge Heinrich Braun





Beste Aussichten







Wir ziehen weiter ins nächste Jahrzehnt …











1965

Kirmes vor 60 Jahren

















Kirmes-Quartett

Kurz vor der Kirmes 1965 gab es einen Schock: Ein bereits gewählter Maijunge machte überraschend einen Rückzieher – sehr zum Ärger seines Maimädchens, das schon ein Kleid gekauft hatte. Das Königspaar Alfred Herten und Maria Lehnen sowie das Maipaar Karl-Heinz Heister und Mechthilde Schönen ließen sich davon jedoch nicht beirren und zogen die Kirmes als Quartett durch.

Die Junggesellen spielten damals mangels Unterhaltungsangeboten eine zentrale Rolle im Dorfleben. Wöchentliche Treffen waren selbstverständlich und mit einem Verein von der Mosel gab es sogar eine Art „Austauschprogramm“: Für jeweils zwei Kirmestage quartierten sich die Junggesellen aus Oidtweiler an der Mosel ein – und umgekehrt. Zur Kirmes wurden die Maipaare mit bestem Wetter belohnt. Doch plötzlich begann sich ein weiterer Festzugteilnehmer zu zieren: Pastor August Strang weigerte sich, den Zugweg zu Fuß zu gehen. Er schlug vor, eine Kutsche zu mieten – zur Hälfte bezahlt von ihm, zur Hälfte vom Verein. Somit zog der Festzug 1965 erstmals mit einer Kutsche durchs Dorf.





Fahnenträger Hans-Gerd Baldes und Hauptmann Leo Kochs führen den Festzug an



Läuft und läuft

Seit mittlerweile sechs Jahrzehnten ist er ein Dauerbrenner und nicht mehr wegzudenken – der Klompenball am Kirmesmontag. Ein echtes Urgestein im Oidtweiler Festkalender und im Jahr 1965 eine echte Revolution. Hubert Keufen, Heinrich Prepols und Peter Windmüller marschierten im Vorjahr erstmals mit Holzschuhen auf das Festzelt. Die Idee dazu hatten sie sich auf der Kirmes in Waurichen abgeguckt. Schon ein Jahr später wurde der Klompenball ins Oidtweiler Kirmesprogramm aufgenommen – der Rest ist Geschichte.



Die Erfinder des Klompenballs in Oidtweiler (von links): Heinrich Prepols, Peter Windmüller und Hubert Keufen



Oidtweilers Klompenpioniere

























Tanze den „Letkiss“ von Heistisch Menn nach:







Swinging Sixties: Aufbruch im Festzelt



Pfarrer August Strang gönnt sich eine Auszeit









Es wird bunt — Kirmes in den 70ern …

















1975

Kirmes vor 50 Jahren







Immer dabei: Fritten aus dem fahrenden Imbiss der Familie Seibt









Hunger für drei

„Das Interesse für den Junggesellenverein war in den siebziger Jahren nicht sehr groß“, erinnert sich der damalige Maijunge Hubert Winands. Oft mussten zwei Maipaare reichen. Aber auch mit wenigen Mitgliedern hatte man damals eine Menge Spaß. Beispielsweise als bei der Kirmesvorbereitung einem der Junggesellen die große Königskrone auf den Kopf fiel, während er vor dem Haus der Maikönigin auf seinem Fahrrad saß.

Oder als nach dem Wecken des Königs in der Martinstraße am frühen Sonntagmorgen der Sonntagsbraten auf mysteriöse Weise verschwunden war. Und nicht nur der: „Das gesamte Gemüse für das Essen der Maipaare am Sonntag war aus dem Garten geplündert worden.“ Zum Glück haben die Nachbarn sofort ausgeholfen und die fehlenden Zutaten spendiert. „So sind am Nachmittag dann doch noch alle satt geworden“, erinnert sich Maijunge Hubert. Wie für Oidtweiler üblich, war es an dem Wochenende sehr heiß. Möglicherweise die Erklärung dafür, dass ein Getränk in dem Hit der Kirmes 1975 eine Rolle spielte: „Griechischer Wein“.



Maibrüder: Hubert (links) und Helmut Winands. Damals wie heute en vogue: rote Haare beim König



















Maibaumaufstellung am Vereinslokal Mürkens















Fach- und sachkundige Anleitung: Gottfried Prepols und Hauptmann Gregor Bergstein



Zubereitung des Frühstücks für das Wecken am Sonntagmorgen



Ständchen im Morgengrauen



Grauen am Morgen



Buntes Gedränge am Elternhaus der Maikönigin Hildegard im Lindchen

Maikönigin Hildegard Windmüller (heute Claßen, links) und Maimädchen Josefine Prepols (Clahsen) 









„Festzug, halt!“ Station in der Martinstraße







Ecke Alsdorfer Straße: heute eine beliebt-belebte Fankurve des Festzugs



Strammen Schrittes: Heinrich und Juliane Aretz feiern ihr 25-jähriges Jubiläum als Königspaar





Die grün-weiß-rosa Kirmes: Hier kommen die 80er …











1985

Kirmes vor 40 Jahren











Tandem mal anders: Frank Mangels und Chris Moll treten mal wieder in die Pedale











Noch einmal mit Gefühl

Im Song „Live is Life“ der österreichischen Gruppe „Opus“ geht es um das Gefühl, das die Band spürt, wenn sie auf der Bühne steht und ihre Lieder vor jubelndem Publikum singt. Dazu kommen noch eine eingängige Melodie und ein Text, der zum Mitsingen animiert. Da wundert es nicht, dass das Lied auf der Kirmes 1985 quasi durch die Decke ging. Niemand kann heute noch sagen, wie oft der Song auf dem Festzelt und drumherum angestimmt wurde. Die Zahl ist aber auch nicht wichtig – es zählt eben das Gefühl.

Die Kirmes gibt dem Dorf ja auch für ein paar Tage ein ganz besonderes Gefühl, das gerade die Maipaare des Junggesellenvereins sehr gut nachvoll-ziehen können. Und 1985 fühlten es besonders das Königspaar Manfred Funken und Gudrun Fournell, mit ihren Maipaaren Manfred Hansen mit Angela Kraatz sowie Rolf-Peter Plum mit Gerti Lerschen. Ein Aufreger der Kirmes waren die Kleider der Maimädchen, die allesamt Rosatöne hatten. Das gab es vorher so noch nicht. Den Maipaaren war es egal, denn für sie war es trotzdem … ein gutes Gefühl.







Mainacht meets Achtziger: beste Laune bereits zum Auftakt













Angezapft: Maikönig Manni Funken







Erstes Schaulaufen am Samstagabend – mal von links …



… mal von rechts







„Schafft der Plums-Jung dat auch?“ Maijunge Rolf-Peter unter skeptischer Beobachtung











Irritation vor dem Fahnenschwenken: drei Rosatöne bei den Maikleidern – das hatte es in Oidtweiler bis dahin noch nicht gegeben





Smarte, coole Typen







Letzte kosmetische Korrekturen vor der Parade … und dann gehts auch schon los!





















Damaliges Königs- und heutiges Ehepaar: Manfred und Gudrun Funken



Frisuren sitzen: Maipaar Manfred Hansen und Angela Kraatz

















Lach- und Klatschflash: Maipaar Rolf-Peter Plum und Gerti Lerschen





Das Fahnenschwenken in der Bahnhofstraße wird empfohlen von der führenden Heimatzeitung.



Baden im Fahnenmeer







Wilder Wirbler: Fahnenschwenker Hermann -Josef Eckardt













Der gesamte aktive Verein



… und seine inaktiven Mitglieder



Gruß an die Gäste: Rainer von Ameln

















„Live Is Life“ als Lebens- und Kirmesgefühl





Wogen der Begeisterung







Das Original: „Live Is Life“ zum Mitklatschen, -singen und -hüpfen













Die Paare walzern beim Frühschoppen in den Montagmorgen









„Mit den besten Grüßen der Stadtverwaltung“ – kein Rückblick ohne Bürgermeister Hans Plum.



Preise für die schönsten Klompen







Ein kurzer Marsch ins neue Jahrtausend











2000

Kirmes vor 25 Jahren









Klompenvorbereitung: Ohne Heißklebepistole geht auch hier nix.





Schöne Grüße von Betten Kamphausen













Große und kleine Bäume auf dem Teller

































Hammertypen!





Es geht ans Eingemachte

Nach einigen Unstimmigkeiten und der dritten Königswahl war es endlich so weit: die Dreierspitze für die Kirmes 2000 war gefunden. Maikönigin Uli und Maimädchen Ina kannten sich noch nicht und hatten vor dem Kleiderkauf nur Zeit für ein kurzes Hallo, bevor es in die Kabinen ging. Als beide bereits in Unterwäsche waren, meinte die Verkäuferin: Man fängt mit der Königin an und dann schaut man, was die Maimädchen bekommen. Sabrina wurde zu Ulrike in die Umkleide geholt, die beiden standen sich in besagter Unterbekleidung gegenüber und schüttelten sich die Hände: „Hi, ich bin Uli!“, „Und ich bin Sabrina.“ Wenn man im Duden den Begriff „Eisbrecher“ sucht, wird einem wohl diese Szene vorgeschlagen.

Im Februar 2000 fand im Oidtweiler Karneval erstmals die „Kappes Show“ statt und Maimädchen Sabrina trat als „Die Bauer“ in einem Dreigestirn auf. Als sie kurze Zeit später gefragt wurde, ob sie Maimädchen werden möchte, war eine ihrer ersten Fragen, was sie denn anziehen soll. „Von mir aus kannste im Kittel mitkommen“, anwortete Maijunge René in Anlehnung an den Karnevals-auftritt. Gesagt getan: Als verspäteter Aprilscherz zog Sabrina vor der Abholung am Kirmessamstag besagten Kittel und Gummistiefel an, bewaffnete sich mit einer Porzellan-Ente und begrüßte unter lautem Gelächter ihren Maijungen.





Während des Festzugs am Sonntag hatten sich die zahlreichen Tüll-Ebenen des Unterkleids von Maikönigin Uli verfangen, weswegen sie kaum vorankam. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, sich zu befreien, tauchte Maikönig Jörg kurzerhand ab, um mit einem lauten Raaaatsch das Unterkleid zu zerreißen. Ulrike war befreit und konnte den Festzug fortsetzen.

Aufgeweckte Truppe: die Blaskapelle Oidtweiler









Die Bahnhofstraße wird zur Birkenallee



Winkehändchen mit den Kleiderbändchen





Schwenken statt Winken





















Fahnenschwenker Stephan Moll











In voller Länge: Königsparade auf der Bahnhofstraße

Königspaar Ulrike und Jörg







Maipaar Rani und Stephan



Maipaar Sabrina und René

Der Fuchs zieht seine Kreise …







… und alle liegen ihm zu Füßen







Maijunge René: Mit sich, der Welt und der Kirmes zufrieden

Einmarsch

Die Blaskapelle Oidtweiler spielt den Ort aufs Festzelt.

Die Maihühner ziehen los.



Synchrone Maihühner



Vom Rückblick zur Vorfreude …



Sie freuen sich in diesem Jahr auf eigene und unvergessliche Kirmesmomente:



Königspaar Jan und Johanna



Maipaar Alex und Jenny



Maipaar Julian und Nina





Wir sehen uns an den Kirmestagen:

27.–30.6.2025

Eure Junggesellen

Hier gibt es noch mehr vom Junggesellenverein Oidtweiler: